Viele Leute nehmen an, dass schüchterne Frauen in Beziehungen automatisch eine unterwürfige und demütige Rolle einnehmen. Dem ist nicht zwangsläufig so. Devote Menschen haben in ihrem täglichen Leben häufig ein selbstsicheres Auftreten – sie empfinden einfach Freude daran in ihrem Sexualleben in eine andere Rolle zu schlüpfen. Einige Männer und Frauen sehnen sich danach, zur Befriedigung ihrer Lust, eine sklavische Haltung auszufüllen. Häufig sind es Personen, die in ihrem Berufsleben eine führende Stellung innehaben. Sie sind glücklich, einmal nicht der Entscheider zu sein. Der Erfolg des Buches „Fifty Shades of Grey“ brachte eine Diskussion über untertänige und beherrschende Verhaltensweisen in Gang. In dem Bestseller nimmt das weibliche Geschlecht, Frauen agieren häufig demütiger als Männer, die devote Stellung ein. Diesem hündischen Auftreten stehen viele Personen skeptisch gegenüber, es gilt als verweichlicht und als Zeichen einer hilflosen Persönlichkeit. Das Devote im Bett ist nicht notwendigerweise die Folge eines traumatischen Erlebnisses in der Vergangenheit. Es liegt in der jeweiligen Natur ein derartiges Verhalten ausleben zu wollen. Das Kniefällige in der Sexualität ist mit bestimmten Vorurteilen und Bildern verknüpft. Viele denken dabei an Handschellen, an Peitschen und an Lack und Leder. Das demutsvolle Betragen zeigt sich in den unterschiedlichsten Facetten. Manche Männer und Frauen finden es einfach erregend von ihrem Gegenüber Befehle entgegenzunehmen. In einer demütigen Beziehung hat einer das Kommando und der Partner ergibt sich seinen Anweisungen. Den devoten Part nehmen Männer und Frauen in gleicher Weise ein. Eine weibliche Person findet es anregend, wenn das männliche Geschlecht eine härtere Gangart einlegt. Umgekehrt freut sich der Mann über eine selbstbewusste Frau im Bett, sie nimmt sich, was sie will. Hörigkeit bedeutet nicht zwangsläufig ein schwacher Charakter zu sein, vielmehr ist es der Ausdruck einer ausgesprochenen Intimität.

Über das Devote in der Sexualität

Das hörige Verhalten zeigt die besondere Ergebenheit an den Partner, es erfordert ein ausdrückliches Vertrauen zwischen Mann und Frau. Die devoten Spielchen erfordern eine vorherige Absprache, jeder Mensch hat seine persönliche Grenzlinie. Alle Handlungen geschehen im gegenseitigen Einvernehmen. Devotes Verhalten in der Sexualität zeigt sich in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Manche empfinden einen extremen Genuss bei einem Orgasmus auf Befehl des Partners – andere finden Gefallen an Fesselspielen, Machtspielen oder verbunden Augen. Viele Männer erregt die Dominanz einer strengen Herrin. Eine unterwürfige Frau steht nicht zwangsläufig auf Sadomasochismus, sie steht auf verbale Erotik oder auf klare Ansagen im Schlafzimmer. Das Devote und Dominante im Bett ist an keine festen Regeln gebunden und eine Frage der persönlichen Neigung.